Logo: Schmetterling aus B eziehungen und W erkstatt
Panoramabild: Blumen im Sommer

Titel der Vorlesungsreihe an der Fachhochschule Dortmund:


"Systematische Veränderung am Beispiel von VoVa"

Inhaltsübersicht:

Bei Interesse an einer vertieften Auseinandersetzung mit den Inhalten der Vorlesungsreihe kontaktieren Sie uns bitte!


© 2004, BeziehungsWerkstatt.org
24-Juni-2004
Daniela & Walter E. Fritzsche, Bülowstrasse 43, 42659 Solingen
 

 

Im Folgenden finden Sie eine kurze Übersicht der einzelnen Punkte:

Begriffsbestimmungen:

Veränderung
 
  • Mit Veränderung meinen wir den persönlichen Prozess in Richtung Sinnerfüllung und damit zu einem wesentlich glücklicheren Leben.

systematische Veränderung

 
  • Die Gliederung in definierte und nachvollziehbare Prozessschritte
    • Womit wird begonnen, was kommt danach …
    • damit eine Beschreibung der Elemente des Veränderungsprozesses.
  • Das Erkennen und Beseitigen von Blockaden / Behinderungen / Störungen.
  • Überprüfbarkeit der erfolgreichen Bearbeitung einzelner Elemente des Prozesses
    • was vorher nicht möglich war, muss nach der erfolgreichen Veränderung (und Beseitigung der Störungen) möglich sein.

Was leistet VoVa --> Inhalte der Lehrveranstaltung

 
  • Erkenntnisse bezüglich positiver Wirkfaktoren:
    • Was fördert das Wohlergehen von Menschen – was führt zum Glück?
    • Was schadet dem Wohlergehen – was macht unglücklich?
    • Verständnis für menschliches Denken und Handeln (Arbeitsmodell)
  • Erkenntnisse bezüglich Störungen:
    • Welche Folgen haben sie, wie wirken sie?
    • Wie kann man sie erkennen?
    • Wie kann man sie verhindern (Prävention)?
    • Wie kann man sie heilen?
    • Grenzen der Selbstheilung – Notwendigkeit professioneller Unterstützung
  • Erkenntnisse bezüglich Lebensregeln:
    • Philosophische und spirituelle Betrachtungen bzgl. Welt- u. Menschenbild
    • Lebensregeln in Beziehungen (Partnerschaft, Familie)

Weitere Inhalte der Lehrveranstaltung

 
  • Kriterien der „Wohlgeformtheit“ für
    • Visionen
    • Ziele und Wünsche
  • Bei Bedarf und verfügbarer Zeit:
    • Wichtige Fähigkeiten der Kommunikation:
      • Rapport
      • Umgang mit Konflikten


Die 4 Schritte der Veränderung:

Handlung
(Umsetzung der Entscheidungen)

HF: Bewältigen der Aufgabe
4

Vision
(was möchte ich nach der
Veränderung leben)

2
Herausforderung: Verbunden Sein
Bestandsaufnahme
1
(was möchte ich verändern)
Herausforderung: Nachdenken
3
Ziel
(was ist mein erster Schritt)
Herausforderung: Entscheiden

Eine liegende Acht: Diese 4 Veränderungsschritte werden immer wieder durchlaufen.

Für die Neugierigen, die wissen wollen warum 4 und warum in dieser Reihenfolge und warum unten links beginnend.

Die 4 Phasen der Veränderung bei VoVa:

vom Ziel zur Vorfreude
(Umsetzung der Entscheidungen)
(Was hindert mich,
das Ziel umzusetzen?)
Behinderung: Beliefs/ Gefühle
4

vom Symptom zur Vision
(Was hindert mich, für mich einen
Sinn zu finden?)

2
Behinderungen: Identifikationen
Symptom
1

oder: Wie ist mein tiefes Grundgefühl?
Behinderungen: (Schuld-) Verstrickungen


3
von der Vision zum Ziel

(was ist mein erster Schritt)
Herausforderung: Entscheiden
Behinderungen: Thought Forms



Die 7 logisschen Ebenen und verwandte Ordnungssysteme:

Logische Ebene Spirituelles Prinzip Beziehungsebene
Sinn / Mission Inspiration

Ich und die Welt

Identität Tiefe Verwandschaft
Werte Loslösung Familie
Überzeugungen Treue Partnerschaft
Fähigkeiten Bejahung Team
Verhalten Intensität Freundschaft
Umgebung Geduld Mensch zu Mensch / Zu mir

Die 14 Kerncharakter-Eigenschaften

Yang Prinzip
(eher Maskulin)
Spirituelles Prinzip Yin Prinzip
(eher Femenin)
Sinn für Vollkommenheit Inspiration

Sinn für Harmonie

Tiefgründigkeit Tiefe Emphatie
Mut Loslösung Opferbereitschaft
Zuverlässigkeit Treue Fürsorglichkeit
Ehrlichkeit Bejahung Daseinsbejahung
Begeisterungsfähigkeit Intensität Herzlichkeit
Durchhaltevermögen Geduld Mitleid / Mitgefühl

Jeder Mensch versucht unbewusst genau eine KCE in Vollendung zu leben. Für andere ist dies erkennbar, bei wirklich genauem und wohlwollendem Hinsehen.

Das erstrebenswerte Ziel für jeden ist es, alle 14 KCEs zu entwickeln und zu Leben!


 
Rapport und Kommunikation

Rapport ist die Fähigkeit dem Anderen direkt zu vermitteln :

 
  • Ich verstehe dich!
  • Ich stimme mit dir überein!
  • Das was du sagst ist mir sehr wichtig!

Dies wird in einer kongruenten Weise vermittelt:

 
  • Das, was ich sage – Inhalt, Affirmation
  • Das, was ich meinem Gegenüber visuell vermittle – Körpersprache
  • Das, wie ich es sage – Sprachrhythmus, Tonhöhe stimmen überein
    (VisuellAuditivKinestäthisch - Übereinstimmung)

Den Rapport vertiefen

 
  • Spiegelung der Körperhaltung:
    • Beine, Arme, Rumpf, Kopf
    • Mimik
    • Gestik
    • Atmung
  • Spiegelung der Sprache:
    • Tonhöhe und Melodie
    • Lautstärke, Rhythmus
    • Inhalt
    • Wortwahl
      • visuell: 'klar sehen‘
      • auditiv: 'harmonisch klingen‘
      • kinästhetisch: 'fest im Griff‘

Das Ergebnis von gutem Rapport

  Wir sind in der Lage, den anderen zu 'leaden‘!
Leaden meint: führen, anleiten, etwas beibringen, inhaltlich mitnehmen


Die 4 Wohlgeformtheitskriterien für Ziele und Wünsche

Spezifische Handlung

vermeiden von:
unselbständigen Verben, können, sein,
substantivierten Adverbien,
Verben mit unspezifischer Handlung
3

Positive Formulierung

vermeiden von:
nicht/niemand/kein/ohne/un-/-los
Steigerung mit getilgtem Vergleich

1
Nur ein einziger Erfolgsmoment
4

vermeiden von:
immer / zu allen Zeitpunkten x



2
Nur ein einziger Wunsch und

selbstinitiiert
vermeiden von:
X und Y (und Z)
Um zu, so dass, X damit Y
Ich möchte, dass ich...
Ich möchte, dass Subjekt X...

Ziel ist es, Klienten, Freunde, PartnerInnen, etc. – dabei zu unterstützen, seine/ ihre Wünsche oder Ziele genauer zu spezifizieren, ohne uns jedoch inhaltlich einzumischen.
Liegt ein Wunsch vor, der mehrere Kriterien nicht erfüllt, so wird nach der folgenden Tabelle das erste fehlende Kriterium erfragt.
Auch im privaten Bereich können unklare Wünsche (von sich selber, dem Freund, dem Partner/ der Partnerin etc. ) liebevoll hinterfragt werden. Liebevoll meint zuerst Rapport, dann Rapport, dann Rapport und erst dann das Hinterfragen des zuerst fehlenden Kriteriums.

Tabelle zur Zielhypnose nach Annegret Hallanzy

 

Wunsch in folgender Form: Frage:
1. Kriterium: Positive Formulierung

..nicht/niemand/kein/ohne/un-/-los


Steigerung mit getilgtem Vergleich


Was möchten Sie, anstatt...?


Woran werden Sie merken, dass...?
2. Kriterium: Nur ein einziger Wunsch

X und Y (und Z)




Um zu, so dass, X damit Y


Ich möchte, dass ich...

Ich möchte, dass Subjekt X...




Angenommen, X würde Ihnen gelingen, wäre es wahrscheinlich, dass Sie dann auch Y hinbekämen, oder wäre es eher andersherum...

Angenommen, X würde Ihnen bereits gelingen, woran würden Sie erkennen, dass Sie Y erreicht haben?

Was haben Sie davon, wenn sie … ?

Welches Verhalten von Ihrer Seite würde es wahrscheinlich machen, dass Subjekt X ...

3. Kriterium: Spezifische Handlung Unselbständiges Verb, können, sein,
substantiviertes Adverb

Verb mit unspezifischer Handlung


Woran werden Sie merken, dass ...?


In welcher Form möchten Sie am liebsten ...?
4. Kriterium: Nur 1 Erfolgsmoment

Immer / zu allen Zeitpunkten x







Erfolgsmanöver:
Angenommen, Sie blicken zurück ... Sie haben es geschafft ..., wann war der Moment wo es Ihnen gelungen ist und Sie gewusst haben, wenn jetzt hier ... dann wird es mir immer gelingen ...?

Tabelle zur Zielhypnose im pdf-Format mit den folgenden Übungen.

Übungen zur Zielhypnose nach Annegret Hallanzy

1. Ich möchte meine Arbeit nicht überbewerten, damit mir auch noch Privatleben bleibt. <Lösungen>

2. Ich möchte mir abends etwas gönnen, damit ich nicht mehr so in meiner Müdigkeit versumpfe.

3. Ich möchte meine Forderungen so hartnäckig stellen, dass dem Vorsitzenden nichts anderes übrig bleibt, als mir endlich zuzuhören.

4. Ich möchte mit dem Trinken aufhören.

5. Jedes Mal, wenn ich merke, dass das Gespräch mit meiner Frau wirklich an einem toten Punkt ist, möchte ich ihr gegenüber zugeben, dass ich mich selber in meiner Sturheit nicht ausstehen kann.

6. Ich möchte in Auseinandersetzungen bei mir bleiben.

7. Ich möchte, dass in meinem Alltag ein paar interessante Dinge vorkommen.

8. Ich will mir demnächst eine Weiterbildung gönnen, damit ich mir sagen kann, dass ich auf dem neuesten Stand bin.

--- etwas knifflige Konstrukte ---

9. Ich möchte dem Stil Einhalt gebieten, dass hier jeder tut, was ihm gerade einfällt, ohne dabei Rücksicht auf die Absprachen mit dem anderen zu nehmen.

10. Ich möchte endlich mal erwachsen werden.

11. Ich möchte vorsichtig beim Smalltalk mit dem Assistenten herausfinden, ob es nicht doch erlaubt ist, Unterlagen mit in die Prüfung zu nehmen.

12. Ich will vorsichtig, langsam und gut vorbereitet auf alternative Methoden umsteigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Lösungen zu den Übungen zur Zielhypnose

1. Ich möchte X nicht überbewerten, damit mir Y bleibt.
Was möchten Sie, anstatt Ihre Arbeit überzubewerten?

2. Ich möchte mir im Zeitraum X Y gönnen, damit ich nicht in Z versumpfe.
Was möchten Sie, anstatt nicht mehr so in Ihrer Müdigkeit zu versumpfen?

3. Ich möchte meine Forderungen Xmäßig stellen.
Woran werden Sie merken, dass Sie Ihre Forderungen genauso hartnäckig stellen?

4. Ich möchte mit X aufhören.
In welcher Form möchten Sie damit am liebsten aufhören?

5. Zu allen Zeitpunkten , möchte ich Person Y Z zugeben.
Angenommen, es wäre Ihnen bei allen toten Punkten gelungen, das Ihrer Frau gegenüber zuzugeben, und Sie würden zufrieden auf alle diese Momente zurückblicken, welcher Moment würde Sie insbesondere davon überzeugen, dass Sie generell dazu fähig sind?

6. Ich möchte im Zeitraum X bei mir bleiben.
Woran werden Sie erkennen, dass Sie in Auseinandersetzungen bei sich bleiben?

7. Ich möchte, dass im Zeitraum X Y vorkommt.
Was könnten Sie eventuell dafür tun, so dass in Ihrem Alltag ganz automatisch ein paar interessante Dinge vorkommen?

8. Ich möchte mir zum Zeitpunkt X Y gönnen, damit ich mir Z sagen kann.
Angenommen, Sie hätten sich demnächst eine Weiterbildung gegönnt, woran würden Sie dann festmachen, dass Sie sich das dann sagen können?

9. Ich möchte X, Einhalt gebieten.
Woran werden Sie merken, dass Sie diesem Stil Einhalt gebieten?

10. Ich möchte erwachsen werden. (Im Sinne dass es geschieht, nicht dass er/sie es tut)
Was von Ihrer Seite würde es wahrscheinlich machen, dass Sie erwachsen werden?

11. Ich möchte X mäßig im Zeitraum Y Z herausfinden. (Ein scheinbar wohlgeformter Wunsch – letzter Check:)
Wann genau beim Smalltalk möchten Sie das herausfinden?

12. Ich möchte Wmäßig, Xmäßig und Ymäßig auf Z umsteigen.
Angenommen, es würde Ihnen gelingen, vorsichtig darauf umzusteigen, würden Sie das Ganze dann wahrscheinlich ganz automatisch langsam und gut vorbereitet angehen? Oder ist es eher so: Wenn Sie langsam darauf umsteigen würden, würde es Ihnen vielleicht gelingen, so vorsichtig und gut vorbereitet zu sein? Oder ist es eher so: Wenn es Ihnen gelänge, gut vorbereitet darauf umzusteigen, würden Sie es dann auch vorsichtig und langsam tun?


(Schuld)-Verstrickungen / Behinderungen auf Sinnebene

Bestandsaufnahme: Was hindert mich, nach dem Glück zu greifen?

Veränderung nach VoVa: Aufdecken und Lösen von (Schuld)-Verstrickungen

Die Verstrickung ist im VoVa-Sinne eine Behinderung auf Sinnebene, die einen Menschen daran hindert, sich zu verändern, um in Folge glücklicher zu sein. Hierbei geht es um die Frage: „Macht es für mich Sinn, nach dem Glück zu greifen, wenn ich mich schuldig fühle oder mich mit der Veränderung schuldig fühlen würde?“ Antwort (vielleicht bewusst, sicherlich unbewusst): NEIN!

2 typische Beispiele:

  • Ich habe eine frühere Partnerschaft verlassen – Ich fühle mich mitschuldig am Scheitern dieser Beziehung – oder gar am Unglück eines früheren Lebensgefährten.
  • Meine Eltern haben kein eigenes Freundschaftsnetz. Wenn ich glücklich werden würde, würden sie merken, wie einsam und unglücklich sie selber sind. Ich würde mich dann schuldig fühlen an ihrem Unglück.

Die 7 Grundformen von Verstrickungen deren Heilung und Überlegungen zur Prävention


 
Der zweite Veränderungsschritt

Ausgehend vom Symptom (Ergebniss des ersten Schrittes):
Wenn ich dieses Symptom los werden würde, was wäre mir dann möglich?
Was macht dann für mich SINN?

Im Dialog:

  • Was möchten Sie, wirklich aus tiefstem Herzen?
  • Antwort: „Ich möchte x.“

Diese Antwort sollte „wohlgeformt“ sein, kongruent und in einem Satzbogen ausgesprochen werden.

Dies wird in der Regel nicht gehen, da jemand, der dies könnte, keine Unterstützung suchen würde. Somit findet hier die Tabelle zur Zielhypnose Anwendung.

Jemand, der frei von Störungen ist, wird durch diese Fragetechnik zu einer Vision geführt.


Visionen, ihre Struktur und Bedeutung

Eine Vision ist das symbolhafte Bild einer Beziehung, das eine bestimmte Beziehungsqualität darstellt. Zusätzlich erhält dieses Bild einen Titel, der die Beziehungsebene und die Beziehungsqualität beschreibt und damit jene Form des Zusammenlebens, die der Einzelne bzw. das Paar dauerhaft anstreben möchte.

Diese Vision ist somit der Anker, der eine Person in den Visionszustand versetzt – der Sog, der zur weiteren Veränderung motiviert.

Der Visionszustand wird durch 4 „Zustände“ beschrieben:

  • (1) Verschmelzung,
  • (2) Spiegelung,
  • (3) Handlungskraft und
  • (4) Ordnung.

Beispiel: Bild von zwei sich umkreisenden Sonnen, die sich gegenseitig mit ihrem Licht umströmen. Titel: Strömende Partnerschaft.

Der Visionszustand:

3. Handlungskraft
ist das Erlebnis von Zuversicht
im Handeln, gelöst, ungebremst, die
Ich-Kraft im Fluss


Freude

1. Verschmelzung
ist ein Erlebnis der Selbst-Entgrenzung
bei tiefem Naturerleben, Tiefenent-
spannung in Beziehungen, erfüllter
Sexualität, schöner Musik, …

Genuss bzw. Geniessen
4. Ordnung

ist das Erlebnis von klaren inneren
Prioritäten, unterstützt von äußerem
Ordnen.


Zufriedenheit

2. Spiegelung

ist das Erlebnis einer Einheit von
Außen und Innen, alles Äußere
spiegelt die innere Gegebenheit,
nichts scheint zufällig zu passieren, …

Innere Führung

( vgl. auch die Aufteilung von Ken Wilber )

Die 7 Arten von Visionen:

Beziehungsebenen:

  • Ich mit der Welt
  • Ich mit meiner Ursprungsfamilie
  • Ich mit meiner Familie
  • Ich mit meinem Partner/ meiner Partnerin
  • Ich mit meinen Arbeitskollegen/ Kolleginnen
  • Ich und meine Freunde/ Freundinnen
  • Ich und meine Mitmenschen (Mensch zu Mensch)

Home
Seminare
Beratung
Coaching
Reiki
Über uns
Aktuelles
Kontakt
O B R
Links
Impressum
Bildergalerie