| Die
4 Hauptstörungen (im 2. Veränderungsschritt): |
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Vitalstörung
Verhindert: Verschmelzung, Genuss
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1 |
erzeugt:
Dissotiation |
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4 |
Verhindert:
Ordnung, Zufriedenheit
erzeugt: Wut |
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2 |
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Verhindert:
Intuition, Entscheidung
erzeugt: Angst |
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| Entstehung
einer Vitalstörung |
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Meistens entsteht eine Vitalstörung
durch eine großflächige
ToughtForm (TF), die mehrere Chakren überdeckt. Der Effekt ist,
dass die Person den direkten Zugang zu ihren eigenen Gefühlen und
Bedürfnissen
verliert und damit auch zu ihrer Intuition.
TFs sind 'Gedankenformen’, die im Rahmen einer emotional extrem
belastenden Situation, häufig im Kindesalter, von einer Bezugsperson übernommen
werden. Dabei handelt es sich um negative und damit einschränkende
Menschen- und Weltbilder.
Beispiel einer TF: Ein Junge, 5 Jahre alt, erlebt, wie sein Vater wutentbrannt
und außer sich, auf ihn zukommt, um ihn zu schlagen. Die Mutter
des Jungen, die zufällig hinter diesem steht, sieht den Vater, gerät
vor Verzweiflung und Ohnmacht (er wird meinen Jungen wieder böse
schlagen) ebenfalls außer sich, legt dem Jungen den Arm um seine
Brust und zieht ihn zu sich. Der Junge ist ebenfalls außer sich
und versucht, über die in seiner Nähe befindliche Bezugsperson
(hier seine Mutter) ein Verständnis der Situation zu erhalten. Die
Mutter ist fokussiert auf den Vater mit dem Gedanken „Er ist gefährlich“.
Der Junge lernt somit: Der Vater ist gefährlich – also können
Menschen gefährlich sein, also könnte auch ich gefährlich
sein. Also lebt der Junge nun mit der TF (Befürchtung): „Ich
könnte gefährlich sein“ – Er lebt nun besonders
hilfsbereit, um sich und andere davon zu überzeugen, dass er gar
nicht gefährlich sein kann.
Die körperlich-energetische Blockade liegt quer über seiner
Brust, dort, wo die Mutter ihn berührte, als sie ihn zu sich gezogen
hat.
Häufigkeit: ca. 5 % der Klienten
(Westeuropa)
| Entstehung
eines identitätskonfliktes |
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Ein Identitätskonflikt entsteht durch eine schwere TF, die in den
ersten 3 Lebensjahren erlebt wurde. Da in diesen ersten drei Jahren die
Identität und damit das Ich entwickelt wird, spaltet sie diese auf.
Sie wirkt sich dadurch aus, dass sich das Kind von seiner Intuition trennt
(7) und dabei lernt, zwei unterschiedliche Verhaltensweisen an den Tag
zu legen.
Beispiel:
Entweder das Kind versucht durch Weinen (nach innen gerichtetes Gefühl;
(6) Ziel: Einheit mit mir und meinen Gefühlen) an sein Ziel zu kommen,
oder durch einen Zornausbruch (nach außen gerichtetes Gefühl;
(5) Ziel: in Kontakt sein, Einheit erleben mit den Anderen).
Während der weiteren Entwicklung seiner Persönlichkeit (mit
ca. 7 Jahren) erlernt es, dass seine Zornausbrüche doch nicht so
sonderlich erfolgreich sind. Es verfeinert diesen Anteil (5), indem es
2 neue Anteile entwickelt: (4) Das Bedürfnis, auf dem eigenen Standpunkt
zu beharren, und als Ausgleich dazu (3) das Bedürfnis, dem Anderen
nachzugeben und damit eine weitere Lebensdimension zu gewinnen.
Mit ca. 14 Jahren entwickelt es den 3. Anteil weiter, indem es 2 neue
Anteile generiert: (2) ein in sich gekehrter Anteil mit dem Bedürfnis
nach Ruhe, innerer Kraft und Gelassenheit, während der andere Anteil
(1) das Bedürfnis hat, nach Außen in Kontakt zu bleiben, um
wertgeschätzt zu werden und damit Geborgenheit zu erleben...
Als Erwachsener findet es sich im dauernden Streit
der beiden äußeren
Anteile 1 und 2. Die wenigsten würden vermuten, dass dahinter noch
weitere Anteile in Aktion sind. Der 3. Anteil ist derjenige, welcher
die 2 äußeren Anteile am Streiten hält. Versucht der
Erwachsene in Frieden mit diesen 2 Anteilen zu leben, wird er vom 3. „bestraft“,
meistens durch eine somatische Beschwerde (als Beispiel Kopfschmerzen).
Häufigkeit: ca. 35 % der Klienten (Westeuropa)
| Entstehung
einer Totenidentifizierung |
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Verschwindet ein Familienmitglied (durch
Tod oder durch eine andere Form des Ausscheidens aus dem Familiensystem),
ohne
dass in der Familie
entsprechend getrauert wird, führt dies dazu, dass eines der Familienmitglieder
(in aller Regel ein Kind) sich mit dieser Person identifiziert und ein
Leben führt nach dem Motto: „Zu Ehren dieser Person lebe ich
in Trauer!“.
Für jemanden der totenidentifiziert ist, ist es wichtig, in Trauer
zu leben und damit sein Leben so einzurichten, dass Glück möglichst
vermieden wird.
Beispiel: H ist drei Jahre alt. Sie wird von ihrer Großmutter tagsüber
betreut. Ihre Eltern sind tagsüber bei der Arbeit, um den Lebensstandard
etwas zu heben. Plötzlich stirbt die Oma. Die Eltern sind verärgert über
den Umstand, dass die Mutter jetzt nicht mehr arbeiten kann, denn sie
muss jetzt auf das Kind aufpassen. Das Kind versteht die Welt nicht:
Ihre Oma ist nicht mehr da und statt dass man um sie trauert, ist das
vorherrschende Gefühl in der Familie Ärger. Das Kind beschließt
für sich (unbewusst): „Wenn sonst niemand um sie trauert,
dann werde ich um sie trauern.“
Beispiele für mögliche Konstellationen, die zu einer Totenidentifizierung
führen können:
• Jemand in der Verwandtschaft
stirbt, ohne dass man um ihn trauert.
•
Eine Schwangerschaft wird abgebrochen (unabhängig von Zeitlimits)
und dieser Umstand wird nicht betrauert und in Folge verschwiegen. Ein
nachfolgendes Kind erspürt „auf magische Weise“ diesen
Umstand.
• Ein Sohn oder eine Tochter werden zur Adoption frei gegeben und dieser
Umstand wird in der Herkunftsfamilie verschwiegen.
Häufigkeit: ca. 20 % der Klienten
(Westeuropa)
| Entstehung
einer Opferidentifizierung |
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Werden in einer Familie die Rechte der Einzelnen
nicht respektiert, so kann das dazu führen, dass sich eines der Kinder mit dem Opfer
identifiziert. Seine Haltung wird zukünftig die sein, immer für
Gerechtigkeit zu sorgen (dabei nie zufrieden zu sein), auch dann, wenn
diese gar nicht gefragt ist. Nach Hellinger nennt sich diese Störung „Doppelte
Verschiebung“, aufgrund der Wirkung dieser Störung im zukünftigen
Leben des Kindes.
Beispiel: L ist ein kleines Mädchen von 4 Jahren. Ihre Mutter ist
sehr unglücklich, weil ihre Schwiegermutter immer mit im Haushalt
ist und alles bestimmt. Der Vater kann sich nicht entscheiden, Grenzen
zu ziehen zwischen seiner Ehe und seinen Eltern (der Mutter, denn sein
Vater ist vor geraumer Zeit gestorben).
Die Tochter erkennt, dass die Rechte ihrer Mutter verletzt werden. Sie
wird unterdrückt. Sie beschließt (unbewusst), dass ihr das
selber nicht passieren soll.
In ihrer Ehe als Erwachsene streitet sie sich dauernd mit ihrer Schwiegermutter,
obwohl die Lebenssituation gänzlich eine andere ist. Ihre Schwiegermutter
lebt mit ihrem Mann im nächsten Dorf und lässt sich eigentlich
wegen den Streitigkeiten selten blicken. Die nach Hellinger genannte „doppelte
Verschiebung“ wird hier sehr deutlich (Subjekt: Sie ist nicht ihre
Mutter; Objekt: Ihre Schwiegermutter ist nicht die Schwiegermutter ihrer
Mutter).
Häufigkeit: ca. 20 % der Klienten (Westeuropa)
Aus jeder Störung heraus entwickelt der Mensch Stärken und
damit besondere Fähigkeiten. Diese Fähigkeiten bleiben ihm
auch erhalten, wenn die Störungen aufgelöst wurden. Er verfügt
dann über Fähigkeiten ohne den störenden Charakter der
Blockade.
Stärken einer Person mit Vitalstörung
Diese Personen sind nicht „klein zu kriegen“, da sie selber
gar nicht merken, wie schlecht es ihnen geht. Sie arbeiten bis zum Umfallen.
Wenn sie arbeiten, vergessen sie alles um sich herum. Ihre Konzentrationsfähigkeit
ist Legende.
Aufgrund dieser Fähigkeiten trifft man solche Menschen oft im Management,
wo ihre Hingabe an eine Aufgabe oberstes Ziel ist. Sie vergessen sich
und ihre Bedürfnisse, vergessen auch, dass es mehr gibt als nur
Arbeit und Geschäft. Leidtragende sind oft die Familienmitglieder.
Erreichen sie ein Ziel, so hat dies kaum Bedeutung.
Sie suchen sich das nächste Ziel, ohne sich die Zeit zu nehmen, sich zurückzulehnen,
sich auszuruhen, geschweige denn das erreichte Ziel zu genießen.
Es geht immer weiter, die Ziele werden immer höher, bis sie eines
Tages aufwachen und feststellen ... sie haben gelebt für die Firma
... nicht für sich selbst!
Nach der Auflösung der TF oder der TFs ist ihre Konzentrationsfähigkeit
immer noch gigantisch. Was auf jeden Fall zukünftig möglich
sein wird, ist die Fähigkeit, erreichte Ziele auch zu genießen.
Stärken einer Person mit Identitätskonflikt
Diese Personen sind überragende schnelle Denker, denn sie können
parallel ein Thema aus bis zu 7 Richtungen beleuchten. Das haben sie
bisher ja immer getan, zwar teilweise unbewusst, aber sie haben es getan.
Bisher hat dies zwar dazu geführt, dass sie oft entscheidungsunfähig
waren. Sie haben sich selber regelrecht blockiert, da die einzelnen Denkrichtungen
gegensätzlich waren.
Nach der Auflösung der TF in der zweiten Phase merken sie, dass
sie diese Fähigkeit des parallelen Denkens und gegensätzlichen
Beleuchtens nicht verlernt haben. Was jetzt aber möglich ist, ist
die Fähigkeit, sofort die eigene Intuition zu erreichen und zu entscheiden,
was jetzt Sinn für sie macht.
Manche waren von dieser neuen Fähigkeit so erstaunt, dass sie fragten: „Bleibt
mir das auch auf Dauer?“
Stärken einer Person mit Totenidentifizierung
Jemand, der totenidentifiziert ist, hängt nicht mehr am eigenen
Leben. Dementsprechend gehören diese Menschen zu den Todesmutigen,
die fähig sind, ohne Rücksicht auf das eigene Leben anderen
zu helfen oder gar sie zu retten. Diese Menschen finden sich oft in risikoreichen
Berufen wie Ärzte, Feuerwehr, Polizei, Soldat oder ähnliche...
Stärken einer Person mit Opferidentifizierung
Das besondere Merkmal eines Opferidentifizierten ist sein Gerechtigkeitsempfinden.
Es ist manchmal so stark, dass Menschen in seiner
Nähe berichten,
dass sie den Eindruck gehabt haben, dauernd taxiert, beurteilt zu werden.
Erkennen sie einen Schuldigen (Täter), so sorgen sie gnadenlos für
Gerechtigkeit. Dementsprechend findet man solche Personen als Rechtsanwälte,
Richter, usw.
Die 4 Hauptstörungen und deren Heilung – Überlegungen
- Heilung ist möglich. Bei VoVa werden in dieser Phase die
Identifikationen geheilt. Die Heilung führt zu einer Vision.
- Die Vitalstörung sowie der Identitätskonflikt
werden 'utilisiert‘,
um zu einer Vision zu kommen. Geheilt werden sie jedoch erst dann,
wenn die Thought Form konkret geheilt wird (in der Phase 3).
- Der konkrete Nutzen aus diesem Wissen:
- Selbstheilung ist nicht möglich! Dennoch kann es helfen, wenn man
sein eigenes 'Muster‘ kennt.
- Prävention ist möglich – in und für
die eigenen Familienmitglieder!
Vermeidung von Toten - Identifizierungen
- Den Tod nicht tabuisieren, sondern darüber
reden und entsprechend trauern!
- Wenn Ungeborene sterben, so muss auch hier
eine Trauer der ganzen Familie erfolgen. Es ist zu empfehlen, dem
Ungeborenen einen Namen
zu geben,
ihm einen Platz in der Wohnung zuzuweisen (in China gibt es in
jeder Wohnung eine entsprechende Stelle, wo die Toten geehrt werden),
so
dass in den Folgejahren – für die anderen Kinder sichtbar – an
sie gedacht werden kann.
- Werden Familienmitglieder aus dem Familienverbund
'ausgestoßen‘ (z.
B. Scheidung), so sollte auch hier ein Bild von dieser Person in
der Familie bleiben, um ihr Gedenken zu erhalten.
Vermeidung von Opfer - Identifizierungen
- Gerechtigkeit ist das oberste Ziel, welches in einer Familie
aufrecht zu erhalten ist!
- Das Verhältnis zur Ehe an sich klären und den ‚Ehesegen‘ der
Eltern erwirken oder dafür etwas tun!
- Für Gleichwertigkeit der Geschlechter
(Vater / Mutter - Schwester / Bruder) ist die Gerechtigkeit das Kriterium!
- Jedes Familienmitglied hat Rechte,
die beachtet werden müssen – es
ist die Aufgabe der Eltern, dafür zu sorgen, dass sie
eingehalten werden.
Vermeidung von Thought Forms
• Nicht vor oder in der Nähe
von Kindern streiten oder gar Themen besprechen, die die Beziehung
oder den Zusammenhalt
der Familie
oder der Partnerschaft in Frage stellen!
• Nie vor Kindern die Nerven verlieren und / oder sie gar schlagen!
•
Vorab die Erziehungsmethode oder die Regeln für die Kinder und deren
Konsequenzen mit dem Ehe-Partner absprechen!
• Wenn notwendig, sollten sich die Eltern rechtzeitig professionelle Hilfe
holen!
| Eine
mögliche Form der Trauerarbeit, wenn jemand stirbt: |
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- Man setzt sich dem Toten gegenüber und visualisiert um
die Stühle eine acht, in einer schönen Farbe und vielleicht
mit einem besonderen Duft.
- Trauer um den Toten
- Schade, dass Du nicht mehr da bist.
- Du fehlst mir!
- Ich trauere und weine um Dich.
- Das mögliche Lebensglück
aufgrund des Charakters (KCE) des Toten phantasieren.
- Ist es ok, in Gedenken an den Toten diesen Charakterzug
auszuleben?
| Eine
mögliche Form der Arbeit mit Opfern: |
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- Feststellen des Opfers, mit dem man arbeiten will.
- Feststellen des Täters in einer Acht (visualisierte acht, mit Farbe
und Duft um 2 Stühle)
- Definition der vom Täter damals (heute?) benötigten Ressource/
Fähigkeit X
- Projizierung dieser Eigenschaft auf den Täter
- Neuen Film entstehen lassen – wie wäre
es dann gelaufen? (bis beide sich das gleiche geben)
- Ist es ok, in Gedenken an das Opfer diese Fähigkeit
X auszuleben?
| © 2004, BeziehungsWerkstatt.org |
13-September-2005
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Daniela & Walter
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